Bewerbungen, Bewerbungen

Ja, ich suche immer noch.
Jetzt bin ich seit bald 8 Monaten mit dem Studium fertig und habe immer noch keinen Job.
Ob es an mir liegt? Oder an der Tatsache, dass ich junge Mutter bin?

Es heißt ja, dass überall Leute im sozialen Bereich gesucht werden. Möglichst gut ausgebildet.
Tja, gut ausgebildet bin ich. Arbeite ehrenamtlich, damit ich Erfahrung sammel. Ich bewerbe mich auch auf Erzieherstellen, obwohl sie schlecht bezahlt sind. Aber immerhin wäre es ein Job, bei dem ich Geld verdiene.
Aber dafür bin ich überqualifiziert. Bei anderen nicht qualifiziert genug.

Ich hatte bisher 2 Vorstellungsgespräche. 2! Bei über 30 Bewerbungen.
Sonst hieß es immer „Vielen Dank für Ihre Bewerbung. Leider haben wir uns für eine andere Bewerbung entschieden.“

Tja…Leider hilft mir das auch nicht weiter.

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Der 5.2. ist für mich ein besonderes Datum.
Heute genau vor einem Jahr hatten wir einen Termin im Krankenhaus zur Feindiagnostik. Und heute vor einem Jahr war das graefchen genau 17 Monate nicht mehr bei uns.

Wir waren schon in der Schwangerschaft mit ihm bei dem Arzt im Krankenhaus. Er war es, der den schlimmen Verdacht der Gynäkologin bestätigte. Und ab da sahen wir ihn öfter als unsere Freunde.
Zwischen dem Tag der ersten Diagnose und dem Tag, an dem die Geburt eingeleitet wurde vergingen genau 4 Wochen. 4 Wochen, in denen es ein einziges auf und ab war. Hoffen, weinen, einer OP und noch mehr weinen. Bis zur endgültigen Entscheidung. Und unserer Hochzeit mittendrin.

Als ich wieder schwanger wurde war die Angst riesig. Wir wussten, dass immer was passieren kann. Was, wenn es wieder passiert? Was, wenn wieder irgendwas nicht stimmt? Was, wenn ich das Kind in den ersten Wochen verliere?
Die ersten Wochen waren zusätzlich schwer, weil meine Gynäkologin in eine andere Praxis gewechselt ist und erstmal gar nicht da war. Und genau in der Zeit traten dann Probleme auf.

Als sie wieder da war, war es so ein großes Glück. Sie hat sich mit uns gefreut, war so voller Hoffnung, dass es dieses Mal alles gut geht und ich durfte alle 2 Wochen zu ihr. Und sollte mich sofort melden, wenn ich Angst habe oder mir etwas komisch vorkommt. Sie machte dann auch immer schnell einen Ultraschall, damit ich beruhigt bin. Das Herz schlagen zu sehen, das war in dieser ersten Zeit das Größte.

Und wir durften schon in der 12. Woche zur frühen Feindiagnostik und eben am 5.2.2014.
Ich war so nervös, mir war schlecht und die Angst riesig.
Aber, wir kamen raus mit der Aussage, dass alles gesund ist, was man im Ultraschall zu diesem Zeitpunkt sehen kann.

Unser Kind war gesund!
Das größte Geschenk für uns.

Trotzdem wurde die Schwangerschaft nicht leichter. Was, wenn doch noch was passiert? Was, wenn sie zu früh kommt? Was, wenn sie einfach so doch noch stirbt?

Die Monate waren psychisch eine so große Belastung.
Zum Glück war da meine immer zuversichtliche Gynäkologin und meine mindestens genauso zuversichtliche Hebamme.
Sie nahm die Angst so ernst ohne sie weiter zu vergrößern. Machte mir Mut.
Bis auf die schon besagten Probleme am Anfang und wochenlange starke Übelkeit hatte ich eine Bilderbuchschwangerschaft. Es hätte nicht besser sein können.
Mal von den vielen Momenten, wo die Trauer ums graefchen einfach ungefiltert zurück kam abgesehen.

So hab ich es dann auch ausgehalten zu warten, bis die Minigraefin sich von alleine auf den Weg gemacht hat.
Auch, wenn es andere selber Betroffene gibt, die einem versuchen einzureden, dass eine natürliche Geburt unverantwortlich ist und nur ein frühzeitiger Kaiserschnitt vertretbar ist in so einer Situation.
Ich sah und sehe das immer noch anders.

Für mich war die Geburt so genau richtig.
Ebenso die enge (teilweise wöchentliche) Betreuung.
Ich habe es für mich gebraucht.

Wenn ich das von jetzt betrachte, so hatte die Schwangerschaft und die Geburt mit allem drum herum etwas heilsames für mich.
Natürlich ist das graefchen und das ganze Drama um ihn nicht vergessen, aber das Vertrauen in meinen Körper kam zurück. Das Vertrauen, dass ich ein gesundes Kind bis zum Ende austragen kann. Und dass mein Körper es schafft eine Geburt gut zu meistern. Vertrauen auch in mich, Ungewissheit aushalten zu können, zu vertrauen, dass alles gut sein wird. Die Signale, die die Minigraefin mir immer wieder schickte, wenn die Angst mich überrannte zu bemerken.
Letztendlich war die Zeit so heilsam, dass ich trotz aller Angst, die wieder dabei sein wird irgendwann eine erneute Schwangerschaft wagen möchte. Dann mit weniger Kontrollen durch die Gynäkologin, mehr Vorsorge durch die Hebamme und einer außerklinischen Geburt.

Und jetzt kuschel ich mich zu der Minigraefin, die heute genau 230 Tage bei uns ist und jede Angst wert war.

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12 Jahre

Heute vor 12 Jahren sind meine Großeltern gestorben.
Nicht einfach so, sie haben es selber entschieden. Gemeinsam.
Ob sie wirklich am 17. starben oder schon am 16. kann niemand genau sagen. Sicher ist nur, dass sie in der Nacht vom 16. auf den 17.12.2002 gestorben sind.

Es ist erschreckend, wie sehr ich mich noch daran erinner.
Es war Glatteis und die Schule fiel aus. An dem Montag und an dem Dienstag.
Meine Großeltern wohnten auf dem Weg von mit zu Hause zur Schule. Manchmal fuhr ich sie nach der Schule besuchen. Das wollte ich auch am 16.12.2002. Weil aber ja die Schule ausfiel und es ätzend glatt war und ich so nicht mit dem Fahrrad hinfahren wollte, ließ ich es sein. Ich beschloss sie dann eben Dienstag zu besuchen, aber da fiel auch die Schule aus, also tat ich es nicht.
Zum Glück, wie ich jetzt finde, denn sonst hätte ich sie gefunden.

So wurden sie erst am Mittwoch entdeckt. Weil meine Mutter sie anrufen wollte und sie nicht zu erreichen waren und sich auch schon länger nicht mehr gemeldet hatten.
Warum sie es getan haben weiß niemand genau. Man kann nur vermuten und dann steht man da und fragt sich, ob man es hätte verhindern können. Schuldgefühle entstehen.

Natürlich gab es Anzeichen.
Meine Oma versuchte es im Frühjahr vom gleichen Jahr schon einmal. Wurde von meinem Opa gefunden und noch rechtzeitig ins Krankenhaus gebraucht. Dort war sie 2 Tage in der Psychiatrie. Bei ihrer Entlassung sagte der Arzt dort, dass sie versprochen hat es nicht mehr zu tun.
Man verspricht eben viel und redet dann einfach nicht mehr drüber…
Mein Opa sprach meine Mutter bei einem gemeinsamen Besuch auf dem Friedhof an, wie es denn wäre, wenn der Boden gefroren ist, ob die den dann trotzdem aufbekommen zum Beerdigen.
Nun, was antwortet man auf so eine Frage?

Ein paar Tage später waren sie tot. Und man suchte in der Wohnung verzweifelt nach Gründen, fand einen Brief, zerissen, im Mülleimer, der mehr Fragen aufgeworfen hat als beantwortet.
Eine Antwort fand man nicht.

Meine Großeltern waren in der Stadt sehr bekannt. Sie hatten lange Jahre ein eigenes Geschäft. Also gab es viele Reaktionen auf ihren Tod. Aber die Reaktion, die mir am meisten im Kopf geblieben ist, ist die einer Lehrerin von mir, die von dem Tod in der Traueranzeige in der Zeitung las.
Sie sagte: „Beide am gleichen Tag? Das ist ja witzig!“.
Ja, sehr witzig… Naja, sie wusste es nicht besser, dachte vielleicht an einen natürlichen Tod. Keine Ahnung.

Jetzt, 12 Jahre danach, bleiben die Fragen immer noch unbeantwortet.
Aber ich habe ihre Entscheidung akzeptiert. Sie wollten nicht mehr und hatten sicher ihre Gründe. Und ich glaube, dass es niemand hätte verhindern können.

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Stöckchen

Ich wurde von Dominic nominiert 10 Bücher aufzulisten, die mit im Kopf geblieben sind.
Dem komme ich doch gerne nach.
Die Reihenfolge ist dabei nicht relevant und ich könnte wohl noch viel mehr Bücher auflisten, aber die Aufgabe war ja auf 10 beschränkt.

Jorge Bucay – Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
Joanne K. Rowling – Die Harry Potter Reihe
Wolfgang und Heike Hohlbein – Märchenmond
Irvin D. Yalom – Und Nietzsche weinte
Cornelia Funke – Tintenherz
Astrid Lindgren – Pippi Langstrumpf
Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher
Hermann Hesse – Siddhartha
Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz
Nick Hornby – About a boy

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Die Frage der Toleranz?

Am letzten Wochenende war Eurovision Song Contest.
Gewonnen hat Conchita Wurst, ein Travestiekünstler aus Österreich.
Dass sie (oder er) mit ihrem Auftreten polarisieren wird, war im Vorfeld klar. Man kann davon ja auch halten was man möchte. Man muss sie nicht mögen, aber was es da teilweise für Äußerungen gab macht mich wütend, traurig und manchmal auch echt sprachlos.

Auch in meiner Facebook-Timeline tauchten homophobe Äußerungen auf.
Das macht mich dann erst recht wütend. Es sind Menschen, die ich kenne und ich möchte keine Menschen kennen, die homophob sind.
Aber ich beobachte das immer wieder. Besonders in meiner Geburtsstadt scheinen viele Menschen die ich kenne ein Problem mit (meist eher männlichen) Homosexuellen zu haben. Auf meine Frage warum man das nun schlimm fänden würde, wenn das eigene Kind / der Neffe/die Nichte / oder der Nachbar schwul oder lesbisch wäre, kommt erstmal betretenes Schweigen. Schwul wird häufig als Synonym für schwach und unmännlich genutzt. Schon kleine Jungs bekommen das zu hören.
Wenn dann eine Antwort kommt ist sie meist so: „Das ist hier in der Kleinstadt halt nicht so verbreitet wie bei euch“ oder „Bei euch sieht man sowas vielleicht öfter und es ist normal, aber hier nicht“.

Heißt das also, dass die Toleranz der Menschen irgendwelchen anderen Gruppen gegenüber (hier eben Homosexuellen) wächst, je größer die Stadt ist in der sie leben?
Ist Toleranz nicht vielmehr eine Einstellungssache?
Damit wird mir ja indirekt auch unterstellt, dass ich vorher (als ich noch dort lebte) auch homophob war und das erst mit meinem Umzug hierher abgelegt hab.
Nein, das war ich so definitiv nicht.

Was ich zugeben muss ist, dass ich hier deutlich mehr homosexuelle Menschen kennengelernt habe als dort. Woran das liegt? Keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich hier Freunde habe, die entweder selber aufs gleiche Geschlecht stehen und/oder die schwule oder lesbische Freunde haben.
Vielleicht auch, weil ich seit ich 21 bin nicht mehr dort lebe und sich viele erst spät outen. Aber…ich habe auch in meiner alten Heimat homosexuelle Menschen kennengelernt und weiß, dass es sie dort auch gibt. Auch wenn das manche vielleicht leugnen.

Zugegebenermaßen mag ich auch nicht alle homosexuellen Menschen, die mir in irgendeiner Form begegnen. Aber das tue ich ebensowenig bei heterosexuellen. Zumal man den (meisten) Menschen es ja auch nicht an der Nasenspitze ansieht, welche sexuellen Präferenzen sie haben.

Auch die Sache mit dem öfter sehen.
Es ist ja nicht so, dass ich nun jeden Tag ein homosexuelles Paar irgendwo knutschend in der Stadt treffe. Genauso wenig übrigens, wie ich nicht jeden Tag heterosexuelle Paare irgendwo knutschend sehe. Aber ich finde es schön wenn ich verliebte Menschen auf der Straße sehe. Egal ob homo oder hetero. Ich mag es einfach die Verliebtheit zu sehen, wie sie miteinander umgehen, die Welt ein Stück vergessen und nur Augen für sich haben. Und da ist es doch total egal, ob das nun ein Mann und eine Frau sind, zwei Männer oder zwei Frauen. Es sind zwei Menschen. Zwei Menschen, die sich gefunden haben.

Und während ich das schreibe frage ich mich, was diese Menschen dazu bewegt etwas zu verurteilen, was sie selber doch mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin auch erleben (wollen).
Und weiter frage ich mich, warum es anscheinend weniger schlimm ist lesbisch zu sein (aber bitte nur zwei überaus attraktive Frauen) als schwul.

Und während ich so weiter darüber nachdenke bin ich froh, dass ich scheinbar immer schon etwas anders war und nicht der breiten Masse nachgerannt bin. Dann wäre ich jetzt nämlich vielleicht auch homophob und würde einige tolle Menschen in meinem Leben sicher nicht kennengelernt haben.

Ich könnte über das Thema noch weiter schreiben, viel weiter ausholen, die Frage der Gleichberechtigung einwerfen, etc.
Aber ehrlich gesagt gibt es da für mich so viele offene Fragen, so vieles, was ich nicht verstehe und nicht nachvollziehen kann, vieles, was mich traurig und wütend macht, als dass ich dann jemals zu einem Ende kommen würde.

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Muttertag

Heute ist Muttertag.
Für mich ein schwieriger Tag irgendwie. Ich fühle mich als Mutter, werde aber nicht so gesehen.
Erst heute kam wieder der Kommentar: „Dieses Jahr kann ich dir ja noch nicht gratulieren, aber nächstes dann!“

Bumm…
Der Kommentar ist wie ein Schlag ins Gesicht.

Bin ich keine Mutter, weil mein Kind nicht lebt?
Ich habe ihn geboren, ganz normal. Ich habe ein Kind, welches leider nicht bei mir sein kann. Aber er ist doch trotzdem mein Kind und ich seine Mutter.
Wie wird denn Mutter definiert?
Fragt man Wikipedia steht da: „Mutter bezeichnet den weiblichen Elternteil eines Kindes, im Allgemein die Frau, die das Kind geboren hat…“.
Das trifft also auf mich zu. Warum darf ich mich dann offensichtlich trotzdem nicht Mutter nennen, sondern nur werdende Mutter? (Weil dieses zweite Kind, was gerade in mir wächst dann ja hoffentlich lebend zur Welt kommt).
Ist dann eine Frau, deren Kind nach der Geburt, vielleicht erst nach Jahren, gestorben ist plötzlich auch keine Mutter mehr?

Ich jedenfalls wünsche mir und allen Müttern (egal ob von lebenden oder toten Kindern) einen schönen Muttertag. Wenn eure Kinder bei euch sind, dann genießt die Zeit mit ihnen.
Ich werde heute wieder (wie jeden Tag) ein meinen ganz besonderen Sohn denken und mich als seine Mutter fühlen.

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HTML/CSS

Bisher waren die beiden Wörter eine Zusammensetzung von Buchstaben.
Ich wusste lediglich, dass sie irgendwas mit Homepages zu tun haben und dass ich zumindest HTML schon in Blogbeiträgen genutzt habe, wenn ich was fett, kursiv oder unterstrichen geschrieben habe. Alles andere war für mich einfach ein paar englische Wörter mit viel komischen Kram drum rum.

Das änderte sich an diesem Wochenende.
Ich hatte mich zu einem HTML/CSS-Workshop der Open Tech School Dortmund angemeldet, an dem u.a. auch mein Mann als Coach war.
Ich bin also hingefahren und dachte mir, dass ich bei dem schönen Wetter zur Not eben in der Sonne sitze, wenn ich vor den Aufgaben verzweifel. Schließlich haben wir eh bei lieben Freunden geschlafen und so wäre das Wochenende wenigstens deswegen schon gut.
Nachdem ich mich etwas reingefunden habe, ein paar Fragen zu Beginn gestellt habe, traute ich mich dann auch einfach mal auszuprobieren.
Der erste Tag endete dann damit, dass ich bei einem Problem nicht weiter kam, aber ich hatte immerhin schon verstanden, dass HTML und CSS keine unmöglichen Dinge sind, sondern man das echt verstehen kann. Auch so jemand wie ich.
Das Tollste am Sonntag war dann, dass ich ein Problem, mit dem der Samstag geendet hatte, sofort lösen konnte, weil mir beim Aufklappen vom Laptop schlagartig klar wurde woran es lag. Ein tolles Gefühl. Und am Ende des Wochenendes hatte ich tatsächlich meine erste eigene Seite gebastelt. Mit anklickbaren Links, die sogar zu einem Ziel führen.

Ich habe also tatsächlich mehr gelernt, als ich je gedacht habe. Und es hat so viel Spaß gemacht.
Die Coaches waren alle super nett und immer hilfsbereit, egal wie blöd einem seine eigene Frage auch vorgekommen ist.
Ich jedenfalls habe nun vor eine Homepage zu basteln, die dann auch online gehen soll.
Und das war sicher nicht der letzte Workshop zu dem ich gefahren bin.

Wer also auch einfach keine Ahnung hat oder Spaß hat anderen etwas beizubringen, dem kann ich die OTS-Dortmund nur empfehlen.
Und das Ganze gibt es auch noch kostenlos.

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Auch wenn ich es schon kenne und man es ja immer wieder hört, bin ich immer wieder entsetzt, wenn ich höre, was in Modekreisen als „zu dick“ gilt.
Da ist eine Größe 38 auf einmal eine Übergröße. Und ich bin sicher nicht die Einzige, die eine 38 als normale Größe empfindet.

Eigentlich könnte es einem ja egal sein. Dann zieht man eben Übergrößekleidung an, wenn man 38 trägt.
Mir (und vielen anderen scheinbar auch) ist das aber nicht egal.
Was andere für Gründe haben weiß ich nicht, meine sind einfach folgende:
Viele junge Menschen vergleichen sich mit den Models auf Zeitschriften oder auf Werbetafeln und wenn sie sehen, dass dort alle schlank sind, wollen sie es auch sein. Dass die Bilder bearbeitet sind und die Models gar nicht so aussehen sehen sie dabei nicht. Und schon fühlt man sich zu dick, beginnt eine Diät und ist dann schneller als man denkt in einer ernsten Essstörung.
Mir ging es ähnlich.
Also begann ich irgendwann meine erste Diät. Bei völligem Normalgewicht. Ich erbrach Essen und hungerte schließlich irgendwann. Habe ich doch mal zu viel (=eigentlich immer noch zu wenig) gegessen und nicht erbrochen, machte ich Sport, bis mein Kreislauf nicht mehr mitmachte. Bei einer Größe von knapp 1,60m wog ich irgendwann 40kg. Das entspricht einem BMI von 16.
Damals trug ich Größe 32 bzw. XXS/XS. Hosen in Weite 26 rutschten, aber kleinere waren wegen meinen Hüftknochen schwierig. Ich hätte mir meine Hüftknochen damals gerne absägen lassen.
Die Kleidergrößen, die ich damals trug sind die, die für viele Stars (und damit auch viele Jugendliche) die angestrebte Optimalgröße sind.

Ich fühlte mich gut mit dem Gewicht und dem Körper. Subjektiv. Objektiv ging es mir gar nicht gut.
Ich war schwach, mein Kreislauf brach ständig zusammen und ich war froh, wenn ich den Weg zum Bad morgens geschafft habe, ohne umzukippen. Ich konnte mich in der Schule nicht konzentrieren, hatte Herzrhythmusstörungen, mein Kaliumwert war besorgniserregend und ich musste damit rechnen, dass mein Herz-Kreislauf-System jeden Moment versagt.
Dazu war es schwierig sich mit Freunden zu verabreden, wenn die gemeinsam Essen wollten. Für mich eine Horrorvorstellung.
Der Tag war nur gut, wenn die Waage weniger als am Vortag angezeigt hat.

Ich hatte das Glück, dass ich noch relativ früh Hilfe bekam. Ich habe Menschen kennengelernt, die ihren Körper noch viel mehr abgemagert hatten.
Und trotzdem kämpfe ich noch heute oft darum so gesund zu bleiben, wie ich es aktuell bin.

Sehe ich z.B. Fotos von mir von damals, so finde ich sie nicht schlimm. Mich darauf nicht zu dünn. Statt dessen sehe ich an mir einen Haufen Speckfalten und Problemzonen. Dabei bin ich objektiv gesehen nicht zu dick. Ich liege im Normalgewicht.
Jetzt bin ich schwanger und finde mich das erste Mal (ok das zweite Mal, in der ersten Schwangerschaft war es auch schon so) auch mit weiblichen Formen hübsch. Ich fühle mich wohl. Trotzdem stellt mich die Gewichtszunahme, die ich zwangsläufig habe, immer wieder auf die Probe.

Es ist also nicht immer nur eine leicht dahergesagte Sache oder eine einfach so festgelegte Definition, was nun dick und was normal ist. Dahinter stecken mitunter unzählige ähnlicher Geschichten. Menschen, die ihr Leben lang mit ihrem Körper unzufrieden sind, obwohl sie genau so perfekt sind, wie sie sind.

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Baby 2.0 inside

Es bedarf wohl keine vielen Worte.
Wir sind einfach glücklich.

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